Regionale Landwirtschaft stärken!

Gerne teilen wir an dieser Stelle einen Leserbrief unseres Mitglieds Edda Raspé

Es ist schlimm, dass nur die industriemäßige, intensive Landwirtschaft zurechtkommt, weil die EU-Agrarpolitik genau das unterstützt. Aber solche Betriebe haben wir auf Sylt ja gar nicht.
Ich verstehe die Sorgen der normalen, sehr wenigen Bauern auf Sylt.

Das Beste für Sylt wäre eine regionale Landwirtschaft für Sylt. Seit 30 Jahren haben wir darum versucht, die bäuerlichen Betriebe auf Sylt zu stärken. Es wurde ausführlich daran gearbeitet und Vorschläge konkretisiert. Wie können auf Sylt gezogene Rinder auch auf Sylt vermarktet werden? Wie könnte eine Meierei gerettet werden? Wie kann gastronomischen Betrieben geholfen werden, Sylter Fleisch zu verarbeiten? Wie wunderbar könnte man Sylter Produkte bewerben? Es gibt Vorzeigebetriebe, die sich die Arbeit machen, ganze Tiere zu verwerten. Aber den meisten mangelt es an Arbeitskräften, Kühlhäusern, Platz oder Zeit. EU-Gelder, die durch die Insel und Halligkonferenz bzw. Aktivregion Uthlande gemanagt werden, hätten bereitgestanden. Viele Sylter sehen sich nicht aufgefordert, wenigstens die Sylter Milch zu kaufen. Sie sehen zu, wenn der Bauer die überschüssige Milch weggießen muss. Kaufen alle Sylter Kartoffeln?

Wir sollten sie unterstützen und Wege aus der Misere suchen. Das bedeutet eine andere Agrarpolitik und -förderung. Das bedeutet aber auch handeln vor Ort.