Programm

Niemals war mehr Aufbruch als jetzt.

Liebe Listerinnen und Lister,

die Ortsgruppe List ist vielfältig: vom Elektrotechniker bis hin zur Biologin, von jung bis älter. Durch unsere verschiedenen Blickrichtungen ergänzen wir uns bei der Lösungsfindung – motiviert und voller Tatendrang. Was uns vereint, ist die Liebe zu List und zur Insel, die Freude an der Natur sowie das Interesse an einer ausge- wogenen Ortsentwicklung und einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Wir möchten unseren Ort tatkräftig, transparent und enkeltauglich mitgestalten, um ihn auf den Weg zu einer sozial- und naturverträglichen Zukunft zu führen. Wir ringen streitbar um die besten Lösungen und sind offen für Kritik. Das ist nicht immer einfach, aber das ist unser Weg, Kommunalpolitik für ALLE zu machen.

Jeder und jede hat die Wahl zwischen Aufbruch und Weiter so!

1. Für eine transparente Gemeindepolitik
2. Für eine verlässliche Kindertageseinrichtung
3. Für eine funktionierende Dorfgemeinschaft
4. Für bezahlbaren Dauerwohnraum in List
5. Für den Verbleib von Gemeindeflächen in Gemeindehand
6. Für eine bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung
7. Für eine intakte Natur auch innerorts durch ökologische Bepflanzung


Wir denken und handeln auch insular:

• für den Erhalt der Sylter Natur
• für nachhaltigen und achtsamen Tourismus
• für den Erhalt der Sylter Kultur, Bräuche und Denkmäler
• für den Ausbau erneuerbarer Energien
• für eine nachhaltige Verkehrswende
        – Sichere Rad- und Naturwanderwege
        – Gut getakteten, kostenlosen ÖPNV
        – Car-Sharing-Angebote & On-Demand-Verkehre

• für eine insulare Zusammenarbeit
        – Gepflegt alt werden auf Sylt
        – Lister Schwimmhalle erhalten
        – Multipark realisieren
        – Sylter Archiv voran bringen

• für gelebte Demokratie: die Einbeziehung von jung bis alt

Über all das kommen wir gerne mit Euch ins Gespräch! Hier findet Ihr mehr Infos über uns.

Gemeinwohlökonomie

Sind Gemeinden dem Gemeinwohl verpflichtet?

Die Frage, ob Gemeinden dem Gemeinwohl verpflichtet sind und somit einer Gemeinwohlökonomie, werden die meisten von uns spontan mit „ja“ beantworten. Der Teufel jedoch steckt auch hier mal wieder im Detail.

Am 15. März 2018 fand in der Nordseeakademie in Leck ein Seminar über die Gemeinwohlökonomie statt – ein Ansatz von Christian Felber, der sich inzwischen zu einer Bewegung entwickelt hat. Einer Bewegung von Menschen, Unternehmen, Organisationen und Gemeinden, die eine alternative Wirtschaftsform für segensreicher halten als die jetzige, die einzig am Gewinn, an Konkurrenz und am Geld verdienen ausgerichtet ist. Immer mehr Menschen streben eine Wirtschaftsform an, die sich dem guten Leben für alle, dem „Gemeinwohl“ verpflichtet weiß. Eine Wirtschaftsform, die darauf aus ist, die Lebensgrundlagen auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Und zwar nicht nur hier, sondern weltweit.

Was ist Gemeinwohlökonomie?

Unternehmen, Organisationen und und neuerdings auch Kommunal-Gemeinden haben die Möglichkeit, sich alleine oder mit Unterstützung von Gemeinwohlberater*innen auf eine sogenannte Bilanzierung vorzubereiten. Diese Bilanzierung bezieht sich auf die Bereiche Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung. Betrachtet werden dabei die Lieferant*innen, die Eigentümer*innen und Finanzpartner*innen, Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Mitunternehmen sowie das gesellschaftliche Umfeld. Klingt etwas abstrakt – steigt man jedoch tiefer ein, wird das Ganze ungeheuer konkret.

Die Vorbereitung auf die Bilanzierung sowie die Bilanzierung selbst schult für einen neuen Blick auf das, was man tut – auf das, was man immer schon getan hat und das, was man für die Zukunft zu tun gedenkt – und. lenkt den Blick in eine neue Richtung.

Die Art, wie bilanziert wird, ist ein offener Prozess und entwickelt sich stetig weiter.

Gemeinwohlökonomie  in Nordfriesland

In Nordfriesland haben die Gemeinden Klixbüll, Breklum und Bordelum diesen Prozess begonnen. Sie sind Pioniere auf diesem Gebiet und können öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Andere werden folgen.

Welche Gemeinde auf Sylt wird wohl die erste sein, die sich mit dem Gemeinwohlgedanken beschäftigt? Welches Unternehmen wird es als erstes wagen, diesen Schritt zu gehen?

Wir glauben, das zu tun täte der Insel richtig gut.

Weitere Informationen: https://www.ecogood.org/de/