Kreistag am 19.09.2025

Rolfs Rede zum Top 22. Beratung und Beschlussfassung über eine Resolution zu konkreten Maßnahmen zur Stärkung und Förderung des Ehrenamtes

Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gäste.

  • Deutschland ist nicht einfach ein abstraktes Gebilde, in dem alles über
    Gesetze, Verordnungen und Rechtsprechungen geregelt werden kann. 
  • Wir sind eine soziale Gesellschaft, eine soziale Gemeinschaft.
  • Für eine stabile soziale Gemeinschaft ist persönliches Engagement in der Gesellschaft und für die Gesellschaft sowie die Möglichkeit, sich mit
    seinen Fähigkeiten und Vorstellungen einzubringen, eine
    Grundvoraussetzung.
  • Ob im Sozialen, im Kulturellen, im Politischen, in Vereinen, in Feuerwehren, im kirchlichen Bereich, im Katastrophenschutz usw. – überall setzen sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für unsere Gesellschaft ein. Sie nutzen einen Teil ihrer Zeit für unsere Gesellschaft, bringen ihr Herzblut ein. 
  • Und das ist gut so, denn das Ehrenamt ist ein wichtiger Motor für unsere Demokratie und unser soziales Miteinander.
  • Das Ehrenamt zu erhalten, das Ehrenamt attraktiv zu gestalten und weiterhin Bürgerinnen und Bürger dafür zu begeistern, bedarf der Sichtbarmachung, der Anerkennung und der fortlaufenden Anpassung an die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. 
  • Das Ehrenamt soll dabei aber Ehrenamt bleiben und nicht zu einem Arbeitsbereich mit unversteuerter Verdienstmöglichkeit werden. 
  • Wir plädieren daher in unserer Resolution an Land und Bund für eine inflationsbereinigte Anpassung des Steuerfreibetrages, die im Rahmen einer Aufwandentschädigung gewährt wird – Und nicht für die vollständige Steuerbefreiung der Aufwandsentschädigung.
  • Und wir plädieren für eine flexible Auslegung der Regeln für den Verdienstausfall.
  • Wie in unserem Antrag aufgeführt, wird andernfalls wichtigen Gruppen in unserer Gesellschaft der Zugang zum Ehrenamt übermäßig erschwert. Sie werden überlastet.
  • Denn, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste – der Einsatz fürs Ehrenamt und damit der Einsatz für unsere demokratische Gesellschaft muss auch leistbar bleiben. Und zur Leistbarkeit gehört auch die Vereinbarkeit von Familie, Ehrenamt UND Beruf.