Kreisverband der Grünen in Nordfriesland verurteilt die Angriffe auf Robert Habeck

Pressemitteilung vom 5. Januar 2024

Zu der versuchten Erstürmung der Fähre am Hafen Schlüttsiel, auf der Robert Habeck seinen Urlaub beenden wollte, äußert sich der Sprecher des Kreisverbands Jens Jähne:

“Wir sind entsetzt über die Bilder und Nachrichten, die uns gestern Abend vom Fährhafen Schlüttsiel erreichten. Die versuchte Erstürmung einer Fähre und der Beschuss dieser mit Feuerwerk sind keine Art des legitimen, demokratischen Protests. Dass Robert Habeck seinen Urlaub mit Freund*innen und Familie nicht wie geplant beenden konnte und die Fähre aus Sicherheitsgründen wieder ablegen musste, ist eine indiskutable Grenzüberschreitung und Missachtung der Privatsphäre.”

“Besonders erschütternd ist dabei die Ablehnung des Gesprächsangebotes von Seiten der Landwirt*innen. Wer Dialog fordert und das Angebot dann nicht annimmt, dem geht es nicht um das Finden einer Lösung. Die Übergriffe am Fährhafen diskreditieren zugleich das Anliegen vieler Landwirt*innen, die für ihre Ziele demonstrieren.” so Silke Backsen, grüne Landtagsabgeordnete von Pellworm und umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Denise Loop aus dem Wahlkreis Nordfriesland-Dithmarschen Nord stellt fest: “Es dürfte die Landwirte nicht verwundern, dass das Sicherheitspersonal des Vizekanzlers und Wirtschaftsministers Robert Habeck ihn nicht in die angeheizte Menge spazieren lassen – in einem Landkreis, der entlang der Bundesstraße 5 mit von Galgen hängenden Ampeln gesäumt ist.”

Die Sprecherin Kerstin Mock-Hofeditz des Kreisverbands Nordfriesland ergänzt:

“Die Landwirt*innen verabschieden sich hier aus dem demokratischen Diskurs, indem sie auf Bedrohungen und Nötigungen setzen, anstatt Gesprächsangebote anzunehmen.
Der Bauernverband Nordfriesland muss sich schleunigst von den Krawallmachern in den eigenen Reihen distanzieren. ”