Plastikfreie Insel Pellworm

Plastikfreie Insel Pellworm – Zukunft beginnt am Deich

Pellworm ist einzigartig – aber auch unsere Insel bleibt vom Plastikproblem nicht verschont. Nach Stürmen und außerhalb der Hauptsaison finden wir an unseren Deichen die Spuren der Wegwerfgesellschaft: Feuerzeuge, Flaschen, Luftballons, Netze, Kanister, Verpackungen – unser Alltag, zurückgelassen in der Natur. Plastikmüll macht gemeinsam mit Styropor und Schaumgummi fast 60 % der Einträge in der Nordsee aus und gefährdet Tiere, Böden und unsere Lebensgrundlagen. 

Als Bündnis 90/Die Grünen – Ortsverband Pellworm setzen wir uns deshalb für eine echte Kehrtwende im Plastikland ein. Unser Ziel ist klar: PIP – die plastikfreie Insel Pellworm. Nicht als Abgrenzung, sondern als Einladung zum Mitmachen – für alle Menschen, die hier leben oder unsere Insel besuchen. 

Was ist PIP? Das Inselprojekt für weniger Plastik, mehr Verantwortung

PIP steht für „Plastikfreie Insel Pellworm“ – ein politisches und praktisches Projekt zugleich. Wir kämpfen für:

  • Radikale Reduzierung von Plastikverpackungen
  • Produzentenverantwortung & echtes Recycling
  • Schutz unserer Böden und Küstengewässer
  • Verbot von Plastik-kontaminierter Biogärmasse
  • Europäisches Verbot von zugesetztem Mikroplastik in Kosmetik
  • Moderne Kläranlagentechnik für Partikel im Mikrometerbereich
  • Unterstützung von regionalen Start-Ups und plastikreduzierenden Initiativen 

Doch Gesetze allein reichen nicht – Veränderung braucht Beteiligung. Der beste Plastikmüll ist der, der gar nicht erst entsteht. Genau deshalb verbindet PIP Politik mit Alltagshandeln.

Grüne Forderungen für Nordfriesland, Europa und darüber hinaus

Als Bündnis 90/Die Grünen – Landesverband Schleswig‑Holstein und Teil der europäischen Grünenbewegung unterstützen wir die EU-Plastikstrategie und fordern:

  • Strengere Regeln zur Plastikreduktion
  • Effektive Umsetzung internationaler Meeres­schutz­abkommen
  • Null Toleranz bei Plastik­einträgen in unsere Ökosysteme

Das Plastikproblem gelangt über Flüsse an unsere Küsten, stammt aber auch direkt aus Schifffahrt, Fischerei und Tourismus. Deshalb muss die Lösung an Land und auf dem Meer stattfinden. 

Unsere Tipps für ein plastikfreies Leben auf Pellworm:

  • Obst und Gemüse in wieder verwendbaren Beuteln anstatt in Plastik einkaufen! 
  • Lasst euren Verpackungsmüll einfach im Laden
  • Es gibt einen tollen Verein, der sich „Küste gegen Plastik“ nennt.
  • Wurst-, Fleisch- und Käseprodukte können jetzt auch auf Pellworm in mitgebrachten Dosen eingekauft werden.
  • Joghurt im Glas kaufen.
  • Mittlerweile gibt es auch schon plastikfreie Alternativen zur klassischen „Tupperdose“:
  • Packt euren Plastikmüll einfach nicht mehr zusätzlich in Plastiktüten
  • Senf, Ketchup, Mayonnaise….gibt es alles auch in Glasbehältern.
  • In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht.
  • Es gibt waschbare Müllbeutel von Planet Wise!
  • Wattestäbchen gibt es jetzt auch aus Bambus und sogar mit Bio-Baumwolle.
  • Verzichtet auf Kaffeekapseln.
  • keine Geschenkfolie/Blumenfolie mehr benutzen – diese bestehen alle aus PP (Polypropylen) und werden fast immer nur 1x benutzt! 
  • Beim Kauf unserer Lieblingszeitschrift können wir darauf achten, dass diese nicht extra in Plastik eingepackt ist – und wenn doch, gebt doch einfach mal Rückmeldung, dass ihr das als Verbraucher nicht mehr möchtet!
  • „Frischhaltefolie ist nicht gleich Frischhaltefolie – am besten ist ein Billigprodukt!“ – am besten ist ein Bienenwachstuch!
  • Im Haushalt können wir anfangen, z.B. Messer mit Holzgriff, Holzlöffel und Schäler aus Edelstahl zu benutzen – so senken wir alle in kleinen Schritten den Plastikverbrauch.
  • Von der Firma Klean Kanteen gibt es schöne Trinkflaschen für unterwegs (damit wir weniger Plastikflaschen benutzen!) – und auch tolle plastikfreie Thermoskannen – im unverpackt Laden in Husum gibt es ein kleines Sortiment der Marke Klean Kanteen.
  • Backpapier ohne Silikon (Zellulosebasis) gibt es jetzt von der Marke ECHO®natur. Es ist auch eine gute Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie, da es fettdicht, reißfest, geschmacksneutral und kompostierbar bzw. recycelbar ist!
  • Ohne Plastik-Tüten einkaufen gehen! Weltweit werden jährlich schätzungsweise 1 Billion Plastik-Tüten verbraucht – was für ein Wahnsinn! Jede Stunde werden allein in Berlin über 30.000 Plastik-Tüten verbraucht. Denkt doch einfach an wieder verwendbare Beutel – auch bei der nächsten Klamotten-Shopping-Tour.
  • Es geht auch ohne Plastik-Müllbeutel! Es gibt mittlerweile Müllbeutel aus Maisstärke – fragt einfach nach oder /und googelt mal im Netz. Auch der Abfall für die gelbe Tonne muss nicht extra in Plastik-Tüten geworfen werden. Und es funktioniert – zumindest im privaten Haushalt – mit waschbaren, wieder verwendbaren Müllbeuteln von Planet Wise.
  • Obst und Gemüse in Beuteln oder Papiertüten einkaufen! Schon seit einiger Zeit gibt es auch bei Edeka im Obst- und Gemüsebereich mehrere Ständer mit Papiertüten. Es geht auch ganz einfach mit den Stoffbeuteln, die wir hier schon vorgestellt haben. Und immer wieder dran denken – benutzt die App Replace Plastic von der Initiative aus Sankt Peter Ording „Küste gegen Plastik“, um den Herstellern mitzuteilen, dass wir uns Umverpackungen ohne bzw. mit weniger Plastik wünschen.

Unser Projektflyer: