{"id":568,"date":"2020-05-12T18:19:55","date_gmt":"2020-05-12T18:19:55","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-list.de\/?p=568"},"modified":"2023-08-29T15:12:37","modified_gmt":"2023-08-29T13:12:37","slug":"moewen-auf-dem-dach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-nf.de\/sylt\/2020\/05\/12\/moewen-auf-dem-dach\/","title":{"rendered":"M\u00f6wen auf dem Dach"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Es ist nachvollziehbar, wenn die Anwesenheit von Vogelnestern nicht von jedermann mit Freude aufgefasst wird. Hinterlassenschaften von Schwalben in Durchg\u00e4ngen, ein Taubennest zwischen den Gartenger\u00e4ten, M\u00f6wengeschrei auf dem Dach. Doch das Entfernen von Vogelnestern ist eine Straftat.<\/h4>\n\n\n\n<p>Unter \u00a744 Absatz 1 im Bundesnaturschutzgesetz findet man geschrieben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>(1) Es ist verboten,<\/p>\n\n\n\n<p>1. wild lebenden Tieren der besonders gesch\u00fctzten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu t\u00f6ten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu besch\u00e4digen oder zu zerst\u00f6ren,<\/p>\n\n\n\n<p>2. wild lebende Tiere der streng gesch\u00fctzten Arten und der europ\u00e4ischen Vogelarten w\u00e4hrend der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, \u00dcberwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu st\u00f6ren; eine erhebliche St\u00f6rung liegt vor, wenn sich durch die St\u00f6rung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,<\/p>\n\n\n\n<p>3. Fortpflanzungs- oder Ruhest\u00e4tten der wild lebenden Tiere der besonders gesch\u00fctzten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu besch\u00e4digen oder zu zerst\u00f6ren (&#8230;)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das sagt sich leicht, wenn die M\u00f6wen einen den Schlaf rauben, die Tauben ihr Nest gerade zwischen die Gartenger\u00e4te gebaut haben oder eine Amsel direkt im Feuerholz br\u00fctet. Vielleicht hilft in einigen F\u00e4llen aber ein Blick auf die Ursachen f\u00fcr die Invasion der V\u00f6gel in unser Umfeld. <\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6wen haben schon immer auf Sylt gebr\u00fctet, und zwar in erheblich gr\u00f6\u00dferer Anzahl. Bis in das 19. Jahrhundert gab es riesigen M\u00f6wenkolonien in den D\u00fcnen der Insel. Eierklau durch Bewohner, Festsetzung der D\u00fcnen durch Bepflanzung und das Auftauchen von Bodenpr\u00e4datoren wie zum Beispiel der Fuchs \u00fcber den Eisenbahndamm. M\u00f6wen und andere Bodenbr\u00fcter haben kaum noch Chancen erfolgreich zu br\u00fcten. Ein Gl\u00fcck f\u00fcr die M\u00f6wen, dass sie auf unseren Flachd\u00e4chern zumindest ein bisschen Platz gefunden haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Bestand der heimischen Schwalbenarten &#8211; Rauch- und Mehlschwalbe &#8211; ist r\u00fcckl\u00e4ufig. Das hat mehrere Gr\u00fcnde, die wichtigsten sind jedoch der R\u00fcckgang von Insekten als Nahrung, sowie immer weniger Nistm\u00f6glichkeiten. Alte Geb\u00e4ude werden abgerissen, moderne H\u00e4user gebaut. Die Schwalben kommen im Fr\u00fchjahr aus dem \u00dcberwinterungsquartieren und finden ihre Nistpl\u00e4tze nicht wieder. Auch bieten moderne H\u00e4user h\u00e4ufig nicht die ben\u00f6tigten Ecken und Dachvorspr\u00fcnge.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast immer l\u00e4sst sich der R\u00fcckgang von Vogelbest\u00e4nden auf menschliche Ursachen zur\u00fcckf\u00fchren &#8211; und ein gro\u00dfer Anteil der heimischen Vogelarten ist r\u00fcckl\u00e4ufig. Vielleicht m\u00fcssen wir die V\u00f6gel in unserer Umgebung einfach versuchen zu akzeptieren. Und vielleicht sogar Ma\u00dfnahmen ergreifen, den V\u00f6geln zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Timm Kress<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nachvollziehbar, wenn die Anwesenheit von Vogelnestern nicht von jedermann mit Freude aufgefasst wird. Hinterlassenschaften von Schwalben in Durchg\u00e4ngen, ein Taubennest zwischen den Gartenger\u00e4ten, M\u00f6wengeschrei auf dem Dach. 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