24.05.2019

Rede von Kirsten zu TOP 11: Resolution für die Gewinnung von Fachkräften im sozialen Bereich

Wertes Präsidium, sehr geehrter Herr Landrat, liebe Kolleginnen und Koll.

Wir Grünen begrüßen selbstverständlich die von der Verwaltung eingebrachte Vorlage.

Ohne Frage, wir brauchen mehr SozialarbeiterInnen und mehr ErzieherInnen. Wir brauchen sie im Jugendamt, in der Eingliederungshilfe, in Kindergärten, in Schulen, in Jugendzentren, in Drogenberatungsstellen, in Einrichtungen für Obdachlose, in Beratungsstellen für Geflüchtete, im Jobcenter und auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung… …u.s.w.u.s.f….

Menschen in sozialen Berufen bilden unser soziales Netz, das wir als eine gerechte Gesellschaft brauchen, um auch den Schwächsten in unserer Gemeinschaft  Halt oder aber auch notwendige Unterstützung zu geben.

Gerne möchte ich daher auch einmal an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, allen SozialarbeiterInnen und ErzieherInnen im Kreis für ihre engagierte Arbeit zu danken. Ihre Arbeit verdient Respekt und Anerkennung.

Der Bundesagentur für Arbeit zufolge kommen zurzeit auf 500 freie Stellen lediglich 100 arbeitsuchende SozialarbeiterInnen. Die Zahlen sind dramatisch….Nur – leider fallen SozialarbeiterInnen und auch ErzieherInnen  nicht vom Himmel, man kann sie auch nicht mal schnell durch eine 6-wöchige Qualifizierung gewinnen. Konkrete Maßnahmen sind daher notwendig und genau diese sind in der vorliegenden Resolution benannt.

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Und nun möchte ich kurz zum Änderungsantrag der SPD kommen - das heißt dem 2. Änderungsantrag, …der aus 8 konkreten Punkten der Verwaltung einen zweiseitigen Fließtext  gemacht hat.

Liebe SPD, ich finde es toll, dass ihr so sozial seid …und dass ihr euch so viele Gedanken macht, was man alles tun kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen…

Aber wenn man sich viele Gedanken macht, muss man nicht immer alles aufschreiben… weniger ist tatsächlich manchmal mehr. Und vorliegend gilt:

Eine Resolution ist kein Roman.

Wir leben in Zeiten von Twitter, viele Menschen haben nur noch eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, Botschaften müssen kurz und knapp verpackt werden…. sonst liest es nämlich keiner und damit verfehlt auch die umfassenste Resolution im wirklichen Leben ihren Zweck.

Ich bin mir sicher, dass die Nordfriesinnen und Nordfriesen, die sich heute fragen, wieso sie so lange auf einen Kindergartenplatz warten müssen, sich konkrete Lösungen von der Politik erhoffen - und keine schriftliche Hausarbeit über Ausbildungswege und Ausbildungsorte.

Wir Grünen lehnen daher den vorliegenden Änderungsantrag ab.



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