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Valentin Seehausen Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis 02

Valentin Seehausen, Grüner Direktkandidat

Auf ihrer Wahlversammlung wählten die nordfriesischen Grünen gemeinsam mit den dithmarscher Grünen ihren Direktkandidaten zur Bundestagswahl für den Wahlkreis 02 (Nordfriesland und Dithmarschen Nord).
Der Kandidat Valentin Seehausen aus Niebüll wurde mit einer einzigen Gegenstimme nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde gewählt. Seehausen ist 19 Jahre alt und Abiturient an der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll. „Ich möchte mich einmischen in die Politik, weil mir vieles nicht gefällt, so wie es ist. Meine Generation muss die Weichen neu stellen, hin zu sozialer Gerechtigkeit, zu erneuerbaren Energien, zu besserer Bildung für alle und einem Wirtschaftssystem, das nicht nur den Reichen dient. Der neue Grüne Gesellschaftsvertrag vereint all diese Ansätze.“

Der „neue grüne Gesellschaftsvertrag“ – Neudeutsch „New Green Deal“ war dann auch das Thema der Kreismitgliederversammlung der Grünen, die der Wahlversammlung folgte. Es handelt sich dabei um das am vergangenen Wochenende in Berlin verabschiedete Bundestagswahlprogramm der Öko-Partei. „Dieser soll eine neue Verständigung darüber sein, wie wir als solidarische Gesellschaft künftig die großen sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme lösen wollen – mit einer neuen Wirtschaft, die nicht von Geiz und Gier bestimmt wird und mit dem Anspruch, dass die Krise eine Chance ist, die Welt zum Besseren zu verändern.“ so Sprecherin Angelika Strenge.

Diskussionspunkt bei den nordfriesischen Grünen war dann auch die verbesserte Integration von Migrantenkindern in Schule und Kindergarten. Einerseits müssen Deutschkenntnisse verbessert werden, aber das Selbstbewusstsein der Kinder muss gleichzeitig auch durch Anerkennung und Förderung der eigenen Kultur und Sprache gestärkt werden.

Auch die nordfriesischen Grünen sind für den Verzicht auf eine Koalitionsaussage – „wir stehen für GRÜN pur“, so Grünen-Sprecher Dr. Peter Schröder.

Die Nord-Grünen setzten sich gemeinsam mit ihrem Landesverband und vielen anderen Mitstreitern in Berlin mit einem Antrag durch, der der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid, dem so genannten CCS, eine klare Absage erteilt. „Wir sind froh, dass dies jetzt so eindeutig im Wahlprogramm steht“, so Andreas Tietze, Fraktionsvorsitzender in NF und Delegierter auf dem Parteitag in Berlin. „Diese Technik soll in Nordfriesland erprobt werden. Wir lehnen dies ab, denn damit wird nur die schlechte Klimabilanz von Kohlekraftwerken verschleiert: über ein Drittel der geförderte Kohle wird benötig, um CO2 zu verflüssigen, zu transportieren und zu lagern. Das Geld ist sehr viel sinnvoller eingesetzt, in dem man erneuerbare Energie konkurrenzfähig zu macht. Unsere Kohle – und Erdölvorräte sind viel zu kostbar für künftige Generationen, als dass man sie verbrennen sollte. "

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