Grüne räumen Schutz des Trinkwassers höchste Priorität ein
Husum, 21. November 2008
Die Grünen sehen in der aktuellen Debatte um die Bohrung möglicher neuer Trinkwasserbrunnen im Naturschutzgebiet Listland auf Sylt einen klassischen Konflikt zwischen dem Erhalt der Lebensgrundlagen Wasser und Natur und der weiteren wirtschaftlichen Ausbeutung der Insel.
„Unser Trinkwasser stammt aus einer Süßwasserlinse im Inselkern zwischen Westerland, den Norddörfern und Keitum. Fast die Hälfte der Fläche des Wasserschutzgebietes (1.180 ha) wird als Flughafen genutzt. Neben militärischen Altlasten und Pflanzenschutzmitteln stellt der Flughafen nach Aussagen der EVS, des örtlichen Wasserversorgers, eine Bedrohung für unser wichtiges Grundnahrungsmittel dar.“ so Maria Andresen, Stadtvertreterin der Westerländer Grünen. „Wenn sauberes frisches Trinkwasser gefährdet ist, dann ist die Entscheidung „Wasser oder Flughafen“ für uns eindeutig. Ebenso muss eine konsequente Altlastensanierung erfolgen.“
„Es kann nicht angehen, dass wir dafür, dass immer mehr Menschen immer schneller und für immer kürzere Zeit auf unserer Insel Urlaub machen, nun eines der schönsten Naturschutzgebiete opfern sollen. Wenn die EVS künftig das Sylter Trinkwasser aus dem Listland fördern will, bedeutet dies das Aus für die Flora und Fauna in den feuchten Dünentälern. Aber gerade Sylts Natur ist es, die die Menschen hierher lockt. Wenn wir diese gefährden und zerstören, entziehen wir uns auch unsere eigene Lebensgrundlage.“ ergänzt Kerstin Mock-Hofeditz, Sprecherin der nordfriesischen Grünen.
Die Kreistagsfraktion der Grünen will das Thema im Kreistag behandelt sehen und hat einen eigenen Tagesordnungspunkt für die Kreistagssitzung am 12. Dezember beantragt. Ziel soll eine ausführliche Debatte im Umweltausschuss des Kreises sein.







