Minister lassen tote Schweisnwale kalt
Die Grüne Landtagsfraktion hat eine Kleine Anfrage (DS. 16/2314) an die Landesregierung über den Schutz von Schweinswalen in Nord- und Ostsee eingereicht. Zu den Ergebnissen erklärt der umweltpolitische Sprecher der Grünen Fraktion, Detlef Matthiessen:
"Der Schweinswal ist die einzige Walart, die natürlicherweise in Nord- und Ostsee vorkommt. Die ansteigenden Totfundzahlen in den vergangenen vier Jahren sind mehr als besorgniserregend. Allein im letzten Jahr wurden 250 Tiere tot angeschwemmt – erstickt in Stellnetzen, als „Beifang“ tot über Bord geworfen oder durch Krankheiten geschwächt.
Die Landesregierung scheint dies nicht zu rühren: Weder hat sie einen Überblick über den Einsatz von Stellnetzen in der Ostsee, noch hielt sie es 2007 oder 2008 für notwendig, Bestandsuntersuchungen durchzuführen. Seit der Regierungsübernahme von Schwarz-Rot wurden keinerlei neue Konzepte oder Programme für diese seltenen Tiere aufgestellt. Das Schutzgebiet in der „Kinderstube“ der Schweinswale, westlich von Sylt, wurde bereits unter Rot-Grün ausgewiesen."
"Die toten Schweinswale dürfen uns nicht kalt lassen. Es reicht nicht, dass Minister von Boetticher vom Schutz der biologischen Vielfalt nur redet. Wie auch beim Klimaschutz gilt: wir haben kein Wissensdefizit – wir haben ein Handlungsdefizit." ergänzt Kerstin Mock-Hofeditz, Sprecherin der nordfriesischen Grünen.







