Kreis Nordfriesland soll ein starkes Zeichen setzen gegen CCS
Husum, 11. September 2009
Pressemitteilung der GRÜNEN zum Kreistags-Antrag für den 17.9. zu „Kreis soll der Bürgerinitiative gegen CCS beitreten“
Kreis Nordfriesland soll ein starkes Zeichen setzen gegen CCS
Die Grünen haben zur nächsten Kreistagssitzung am 17.9. einen Antrag eingebracht, der den Widerstand im Kreis gegen die Deponierung von Kohlendioxid im Untergrund stärken soll.
Sie beantragen, dass der Kreis Mitglied in der „Bürgerinitiative gegen das CO2-Endlager e.V.“ wird. Diese hat mittlerweile 3.500 Mitglieder und hat seit Mai diesen Jahres 75.000 Protestunterschriften gesammelt.
„Die Bürgerinitiative ist eine breite Protestbewegung in Nordfriesland und dem Nachbarkreis Schleswig-Flensburg. Der Kreistag hat sich in verschiedenen Resolutionen und Entschlüssen deutlich gegen die Verbringung von Kohlendioxid unter die Erde gestellt. Nun sollte diesen Bekenntnissen Taten folgen – der Beitritt zur Bürgerinitiative wäre ein deutliches und kraftvolles Signal, dass die Kreispolitikerinnen und – politiker die Bürgerinnen und Bürger Nordfrieslands in ihrem breiten Widerstand über alle Parteigrenzen hinweg unterstützen.“ so Andreas Tietze, Fraktionsvorsitzender der Grünen.
„Ein Beitritt zur Bürgerinitiative hätte auch überregionale Bedeutung und würde zum Beispiel den Protest, der sich jetzt auch in den Kreisen Plön und Ostholstein regt, unterstützen.
Nordfriesland ist auf dem Weg, klimafreundlichster Kreis zu werden. Auf Grünen Antrag hin befasst sich die Klima-AG schon lange mit energetischen Sanierungen und einem Klimaschutz-Konzept für den Kreis Nordfriesland. Zum Klimaschutz aber passt der Neubau von Kohlekraftwerken wie die Faust aufs Auge. Nordfriesland soll das CO2-Klo der Nation werden, um den neu zu bauenden Kohlekraftwerken ein grünes Deckmäntelchen umzuhängen. Hierzu sagen wir NEIN – es geht auch ohne Kohle und ohne Atom! Wir setzen nachhaltig auf die erneuerbaren Energien, auf Sonne und Wind.“










