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„Gesunde Tafelfreuden: Das pädagogische Team unter Heinke Tadsen (links) hat den Tisch für die Landtagsabgeordnete Monika Heinold (rechts) und die Kinder der Kita „Alte Realschule“ wunderschön gedeckt.“

Monika Heinold kommt mit ihrer landesweiten Kampagne nach Westerland

 

 Kita is(s)t gut:

Von klein auf gesund ernährt!

 

„Eine lange, festlich geschmückte Tafel mit 44 Kindern, die sich das Müsli mit dem frischen Obst schmecken lassen – dieses bunte und fröhliche Bild aus Westerland nehme ich mit nach Kiel!“ sagte die Landtagsabgeordnete Monika Heinold anlässlich ihres Besuches am 27. April in der Westerländer Kita „Alte Realschule“. „Ziel meiner landesweiten Kampagne für gesunde Ernährung ist es, vorbildliche Kindertagesstätten zu besuchen, um deren gute Ideen wie das Licht eines Leuchtturms ins ganze Land zu senden. Als 12. Station meiner Reise durch alle Landkreise komme ich heute nach Westerland: In der Kindertagesstätte „Alte Realschule“ bekommen die Kinder jeden Morgen ein gesundes Frühstück und können sich den ganzen Tag über von Gemüse- und Obsttellern bedienen. Ernährungserziehung beginnt hier im Garten: Die Kinder lernen bei der Aussaat, der Hege und Pflege der Pflanzen, wo gesunde Nahrungsmittel herkommen.“

 

Die zwei städtischen Kitas hätten eine Vorbildfunktion zu erfüllen, führte Bürgermeisterin Petra Reiber aus: Mit insgesamt 240 Kindern (Alte Realschule:120 Kinder) gehörten sie zu den größten Einrichtungen in Nordfriesland und seien die einzigen mit angeschlossener Kinderkrippe und Hort. Wie in allen Tourismusdestinationen hätten die Eltern in Westerland wenig Zeit für ihre Kinder – und seien froh, wenn sie in der Kita gut ernährt würden. „Viele Eltern sind schon morgens im Zeitdruck und können ihrem Kind kein gesundes Frühstück geben. Der Start in den Tag muss aber gut sein! Darum bereiten wir hier ein abwechslungsreiches Frühstück für alle Kinder zu.“, sagte die Kita-Leiterin Heinke Tadsen. Das pädagogische Team widme dem Thema „Gesunde Ernährung“ viel Aufmerksamkeit und bilde sich regelmäßig fort, berichtete Frau Tadsen weiter: „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst. Denn wir haben großen Einfluss auf das Ernährungsverhalten unserer Kinder, die diese Einrichtung ja maximal neun Jahre lang besuchen.“

 

 

„Kinder müssen früh auf den gesunden Geschmack kommen. Schlechte wie gute Ernährungsgewohnheiten werden in der frühen Jugend geprägt. Wenn die Kinder im Kindergarten eine gesunde Esskultur erleben, tragen sie diese Erfahrungen auch ins Elternhaus. So kann man die Eltern erreichen. Dies ist auch ein Ziel unserer grünen Kampagne: Die Eltern darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine gesunde Ernährung von Anfang an ist.“, führte die Stadtvertreterin von Bündnis 90/Die Grünen Maria Andresen aus.

 

 

Heinold lobte am Schluss die Arbeit des pädagogischen Teams: „Ernährung und Bildung gehen hier Hand in Hand. Ein gesund ernährtes Kind kann seinen Wissensdrang ausleben, und wird dann auch in der Schule fit sein. Die Realität sieht derzeit in unserem Land leider anders aus. Die neue, bundesweite Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist alarmierend: Jedes fünfte Kind in Deutschland ist zu dick, magersüchtig oder ernährt sich falsch- und setzt damit seine gesunde Entwicklung aufs Spiel.“

 

 

 

Hintergrund der Kampagne:  

 

In Deutschland gibt es zu viele dicke Kinder. Die soeben veröffentlichten ersten Ergebnisse der nationalen KiGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts 2006) zeigen die Dimension des Problems auf: Rund 15% aller 3-17jährigen sind übergewichtig. Außerdem nehmen Essstörungen wie Magersucht und Fettsucht zu – fast jedes fünfte Kind hat kein normales Essverhalten.

 

 

Die Landtagsabgeordnete Monika Heinold sieht in der falschen Ernährung nicht nur ein gesellschaftliches Problem mit ungeahnten Folgekosten für das Gesundheitssystem. „Kinder haben ein Recht auf gesunde Ernährung“ postuliert Heinold. Gesundes Essverhalten muss frühzeitig eingeübt werden. Schon in der Kindertagesstätte sollte mit der Ernährungserziehung begonnen werden, die dann in der Schule weitergeführt wird

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