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Pressemitteilung der GRÜNEN zum Kreistags-Antrag für den 13.11. zu „Nordfriesland soll ein `sicherer Hafen` für Flüchtlinge werden“ 

Kreis Nordfriesland soll ein starkes Zeichen setzen gegen Flüchtlingsnot

Die Grünen haben zur nächsten Kreistagssitzung am 13.11. einen Antrag eingebracht, der darauf abzielt, dass Nordfriesland am bundesweiten Resettlement-Programm beteiligt.

Das Programm richtet sich nach der Definition des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) an besonders schutz- und hilfsbedürftige Menschen wie Traumatisierte, Folteropfer, Kranke, Alte, Minderjährige, alleinstehende Frauen etc., die in Flüchtlingslagern leben. Diese Menschen haben dort keinerlei Perspektive, können  weder in ihre Heimatländer zurück, noch dauerhaft dort bleiben, wo sie als Flüchtlinge im Lager gestrandet sind.

Im Rahmen des Resettlement-Programms sollen für die Flüchtlinge neue dauerhafte Lebensperspektiven geschaffen werden. Dazu gehören Niederlassungs- und Arbeitserlaubnis, Wahlmöglichkeit des Wohnortes und Sprachkurse. Das Resettlement-Programm soll  in den einzelnen Ländern zusätzlich zur Asylpolitik erfolgen und soll diese nicht ersetzen.

„Die Zahl der Asylanträge in Deutschland geht immer weiter zurück. Aber die Zahl derjenigen, die auf ihrem Weg aus Verfolgung, Krieg, Chaos und Perspektivlosigkeit an Europas Außengrenzen stranden und derjenigen, die in Flüchtlingslagern unter verheerenden Umständen und ohne jede Perspektive ihr Leben fristen, steigt ständig.

Immer wieder legen Boote mit wenigen Überlebenden Zeugnis von der tausendfachen Tragödie im Mittelmeer ab. Jedes Jahr verschwinden tausende von Kindern spurlos aus Flüchtlingslagern. Es wird höchste Zeit, dass sich Deutschland – in vielen Krisenherden der Welt militärisch, politisch und wirtschaftlich präsent – zu seiner Verantwortung für internationalen Flüchtlingsschutz aktiv bekennt.“ so Kerstin Mock-Hofeditz, Kreistagsabgeordnete der Grünen und Initiatorin des Antrages.

Ziel der Kampagne ist es auch, die Aufnahme von Flüchtlingen in lokalen Bündnissen aktiv zu begleiten und die Menschen in ihrer Integration zu unterstützen. Der Kreis soll gemeinsam mit den Kommunen beraten, wie die Aufnahme der Flüchtlinge von Anfang an so gestaltet werden kann, dass die schnelle Integration in den Städten und Gemeinden sichergestellt wird.“

 

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