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Nordfriesland ist das Mekka der Windenergie – und keine Treibhausgasdeponie

Husum, 29. Mai 2009

Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur  CCS-Technik (Carbon Dioxide Capture and Storage) am kommenden Mittwoch im Kreishaus rufen die nordfriesischen Grünen die Bevölkerung auf, sich über das, was vor – oder besser unter - ihrer Haustür geplant ist zu informieren:

„Wir freuen uns, dass sich der Widerstand gegen diese Risikotechnologie an vielen Orten in Nordfriesland und Schleswig-Flensburg regt. In den kommenden Wochen sind mehrere Informationsveranstaltungen an verschiedenen Stellen im betroffenen Gebiet geplant, etwa am 3. Juni abends vom BUND in Leck oder am selben Abend mit Prof. Hohmeyer von der Uni Flensburg in Enge. Am 8. Juni informiert das Amt Mittleres Nordfriesland zusammen mit dem Bundesverband Windenergie in Bredstedt.“ so Grünen-Sprecherin Angelika Strenge.


Uwe Schwalm von der Grünen Kreistagfraktion ergänzt: „Aus unserer Sicht ist CCS sowohl ökologisch als auch ökonomisch ein Irrweg. Die derzeitigen Planungen dienen lediglich dazu, einer der klimaschädlichsten Dinosauriertechnologien, nämlich mit Braunkohle befeuerte Kohlekraftwerke, ein Deckmäntelchen umzuhängen. Und dann sollen auch noch lange und teure Pipelines durch ganz Deutschland gebaut werden, um die Abgase aus Nordrhein-Westfalen bei uns zu deponieren.“

CCS nimmt uns Chancen, die Erneuerbauen Energien weiter auszubauen. Zum einen könnten die Forschungs- und Entwicklungsgelder, die jetzt in CCS gesteckt werden, sinnvoller im Bereich der Erneuerbaren verwendet werden, zum anderen berauben wir uns mit CCS der Möglichkeit, Erdwärme zu nutzen oder Druckluftspeicherkraftwerke einzusetzen, die die Windenergie noch effizienter machen würden.“

Der grüne Direktkandidat Valentin Seehausen bringt einen weiteren Aspekt in die Diskussion: „Die CO2-Verklappung würde unserem wichtigen Wirtschaftszweig, dem Tourismus, dauerhaft schaden. Das Image Nordfrieslands würde leiden – auf einer Deponie möchte niemand Urlaub machen.

Für uns steht fest: Nordfriesland ist keine Treibhausgasdeponie und auch nicht das Versuchslabor der großen Energiekonzerne, sondern hat sich sanften Technologien zur Bewahrung der Lebensgrundlagen aller verschrieben.“

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