Bündis 90/Die Grünen: Der Kreis ist noch lange nicht am Ziel
Weitere CO²-Reduzierung unverzichtbar
Das Einsparen von Energie ist zwar ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung von CO², aber einzig und allein durch den Einsatz von erneuerbaren Energien kann der Ausstoß des Klima schädigenden Kohlendioxids nachhaltig verringert werden. Es ist viel zu früh, sich nach dem Motto „es ist schon so gut wie alles erreicht“ selbstzufrieden zurückzulehnen, wie der Landrat und die Hochbauabteilung des Kreises noch vor einigen Tagen in der Presse verkündeten. Zwar ist der Kreis auf gutem Weg, aber durch vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien könnte der CO²-Ausstoß in den kreiseigenen Liegenschaft durchaus noch erheblich gesenkt werden.
Dazu sind Investitionen nötig, aber die Mittel hat der Kreis schon viele Jahre nicht mehr aufbringen können. Hier zeigen die Grünen im Kreistag einen gangbaren Weg auf und bringen in die nächste Sitzung einen Antrag ein, der für den Kreis und die Kommunen Investitionen in Klima schonende Technologien ermöglicht. Mit Hilfe von Einspar-Contracting können Sanierungsmaßnahmen auch ohne eigene Finanzmittel umgesetzt werden, in dem mit einem entsprechenden Partner, dem so genannten Contractor, zusammengearbeitet wird. Diese unterstützen Kreise und Kommunen bereits in der Planungsphase, wenn das entsprechende Personal nicht zur Verfügung steht. Der Contractor plant die Maßnahmen, z.B. neue Heizungsanlage und Beleuchtung, und stellt einen Finanzierungsplan auf. Die Finanzierung läuft dann entweder über den Contractor, der seine Investition in vertraglich vereinbarter Höhe über einen festlegten Zeitraum vom Auftraggeber zurückbekommt. Oder es ist auch möglich, die Finanzierung über eine Bürgerbeteiligung zu regeln. So können beispielsweise Eltern, Schüler und Lehrer Anteile an den Einsparprojekten an ihren Schulen erwerben, die über Einspeisevergütungen verzinst werden. Nach Ende der Vertragslaufzeit kriegen die Investoren dann ihren Anteil wieder ausbezahlt.
Zur Begründung des Antrags der Bündnisgrünen führt Ritva Århammar aus: „Dass dieses Prinzip hervorragend funktioniert, haben die Eco-Watt-Gesellschaft in Freiburg und solar&spar contract in Wuppertal gezeigt. Im Januar-Kreistag waren sich alle Fraktionen einig, dass der Klimaschutz auch bei uns eine hohe Priorität haben soll. Mit unserem Antrag nehmen wir einen konkreten Schritt zur Umsetzung vor.“










